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Schelling-Forum

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Schellings Untersuchungen über die menschliche Freiheit

Rückfall in vorkantische Schwärmereien oder Fortschritt zu einer moderneren Auffassung von Moral und menschlicher Selbstverantwortung?

18:00 Uhr | Schelling-Forum (Konferenzraum 1. OG)

Zum Vortrag

Durch Kontrastierung zweier knapper »Definitionen« menschlicher Freiheit ­– einmal im Sinne von Schellings Freiheitsschrift, zum andern nach dem großen und bekannteren Vorbild, das Kant dafür in der Kritik der praktischen Vernunft aufgestellt und auf die philosophische Tagesordnung gesetzt hatte – sollen die spezifischen Neuerungen, auf die Schellings Freiheitsschrift abhebt, deutlich gemacht werden. Es zeigt sich dabei, dass Schellings philosophisches Verständnis trotz seiner allzu romantisch-schwärmerischen Ausdrucksgepflogenheiten einer der heutigen Sicht und philosophischen Diskussion des Gegenstands in mehrerlei Hinsicht näherkommende Auffassung Ausdruck gibt als die es ist, mit der Kants titanische Kräfte zuerst nur überhaupt die Tür zur Moderne aufgestoßen hatten.

Prof. Dr. Thomas Buchheim ist Ordinarius für Philosophie, besonders Metaphysik und Ontologie, an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Mitglied des Senats und Hochschulrats der LMU sowie geschäftsführender Herausgeber des Philosophischen Jahrbuchs. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen u. a. Die Sophistik als Avantgarde normalen Lebens, Hamburg 1986; Eins von Allem. Die Selbstbescheidung des Idealismus in Schellings Spätphilosophie, Hamburg 1992; Die Vorsokratiker. Ein philosophisches Porträt, München 1994; Aristoteles – Einführung in seine Philosophie, Freiburg 2015; (Hg.) Schellings Freiheitsschrift – Methode, System, Kritik, Tübingen 2021.

Co-Vortrag

Menschliche Selbstverantwortung als Selbstentwicklung: Schelling und die Tiefenpsychologie

PD Dr. Thorsten Lerchner ist Privatdozent für Philosophie an der Universität Würzburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte der Philosophie (insb. 19. und 20. Jahrhundert) und Philosophisch-psychologischer Grenzbereich. Er ist Autor von Willensmetaphysik. Ideengeschichtliche Untersuchung zu den Wurzeln des modernen Menschenbildes, Freiburg/München 2021 (Alber); Mainländer-Reflexionen. Quellen. Kontext. Wirkung, Würzburg 2016 (Königshausen & Neumann); Nicht Herr sein im eigenen Haus. Willensmetaphysik und Unbewusstheit im Werk Arthur Schopenhauers, Würzburg 2013 (Text-Kontor).

Einführung und Moderation

Prof. Dr. Wolfgang Riedel (Vorsitzender des Koordinierungsausschusses des Schelling-Forums)

Veranstaltungstyp

Öffentliche Veranstaltung

Anmeldung

Aufgrund des eingeschränkten Platzkontingents bitten wir um eine verbindliche Anmeldung: schelling-forum(at)badw.de

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