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Schelling-Forum

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Das Schelling-Forum startet in neuer Formation ins Jahr 2024

In der zweiten Jahreshälfte 2023 hat sich das Team der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im Schelling-Forum neu aufgestellt. Im September übernahm Dr. Lars Lehmann die Stelle des Wissenschaftlichen Koordinators und organisiert seither die internen und öffentlichen Aktivitäten des Forums. Im Oktober zog außerdem die Würzburger Arbeitstelle des Akademienprojektes "Robert Schumanns poetische Welt" unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Konrad in die Räumlichkeiten des Forums in der Klinikstraße 3 ein. Darüber hinaus startete im Dezember des Jahres Lea Sailer als Mitarbeiterin in der Öffentlichkeitsarbeit.

Das Team des Schelling-Forums freut sich auf die vielfältigen Aktivitäten, die für das kommende Jahr geplant sind. Dazu gehört etwa eine Lesung am 1. Februar 2024 aus dem Buch Anständig essen?! Ein Selbstversuch mit der Schriftstellerin Karen Duve. Zudem findet am 17. April 2024 ein Podiumsgespräch zu 75 Jahre Grundgesetz mit Prof. Dr. Andreas Wirsching, Prof. Dr. Ursula Münch sowie der Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über den Wandel der Staatlichkeit in Deutschland statt. Am 14. Mai freuen wir uns darüber hinaus auf einen Vortrag und eine Führung mit Prof. Dr. Markus Riederer durch den Botanischen Garten Würzburg. Er spricht dabei über die Geschichte des Gartens, der sich von einem Hortus medicus zu einem Bildungsort im Anthropozän wandelte. Viele weitere Veranstaltungsangebote folgen.

 

 

„Die Utopie als erster Schritt der Veränderung"

Ilija Trojanow im Autorengespräch mit Wolfgang Riedel

Im Rahmen der „Werkstattgespräche“ des Instituts für deutsche Philologie der Universität Würzburg und dem Schelling-Forum der BAdW las der Schriftsteller Ilija Trojanow am 8. November 2023 im Gartenpavillon des Juliusspitals aus seinem neuen Roman Tausend und ein Morgen. Er nahm das Publikum dabei mit auf eine sogenannte Zeit-Raum-Reise von einer paradiesischen Zukunft in die Vergangenheit – zu Piraten in der Karibik und in die Wirren der Russischen Revolution.

Mit dem Literaturwissenschaftler und Vorsitzenden des Koordinierungs-ausschusses des Schelling-Forums, Prof. Dr. Wolfgang Riedel, sprach er außerdem über Utopien in Literatur, Politik und Gesellschaft. Trojanow hob hervor, dass Utopien nötig seien, um überkommene Strukturen in unserem heutigen politischen und gesellschaftlichen Leben zu überwinden. Utopien würden in einem Raum des Möglichen gedacht und stellten einen ersten Schritt der Veränderung dar. Die Wege, um eine Utopie zu verwirklichen, seien jedoch vielfältig und könnten von der Utopie selbst nicht aufgezeigt werden.

Riedel betonte, dass ein utopischer Roman wie der von Trojanow geradezu außergewöhnlich sei für die heutige Zeit, die in Literatur und Film vor allem Dystopien kenne.

Podcastreihe über das Olympia-Attentat von 1972

Fakten, Hintergründe, Aufarbeitung

Wenige Wochen vor den Angriffen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 startete die Aufarbeitung eines über 50 Jahre zurückliegenden Attentats, das sich ebenfalls gegen den Staat Israel richtete: das Olympia-Attentat 1972 in München. Eine international besetzte Historikerkommission zur Aufarbeitung des Anschlags hat nun gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin seine Arbeit aufgenommen. In der ersten der mehrteiligen Podcast-Reihe „Olympia 72“ wird geschildert, was bisher bekannt ist und was im Hinblick der Aufarbeitung geplant ist:

Der Mitschnitt der Veranstaltung steht in der Mediathek der BAdW zur Verfügung.  

 

Dialekt heute – Forschung, Digitalisierung, Vermittlung

Die neue Ausgabe der "Akademie Aktuell"

Zwischen Kulturerbe und Klischee – in manchen Bereichen der Gesellschaft ist seit einigen Jahren ein regelrechter Boom des Dialekts erkennbar, zugleich gilt Mundart als rückständig, provinziell und stets vom Aussterben bedroht. Aus welchen Blickfeldern befasst sich die Forschung in Bayern aktuell mit den Dialekten, und wie wirken ihre Ergebnisse wiederum ganz praktisch in die Gesellschaft hinein? Unsere Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis geben Einblicke in ihre Arbeit und stellen Angebote vor für alle, die sich intensiver mit Fränkisch, Bairisch und Schwäbisch befassen wollen.

An der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat die Beschäftigung mit Dialekten Tradition: Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Dialekten begann vor rund 200 Jahren. In diesem Umfeld verfasste Johann Andreas Schmeller, der Begründer der modernen Mundartforschung, sein „Bayerisches Wörterbuch“. Heute entstehen an der BAdW u.a. ein Wörterbuch über die fränkische Mundart.

 

Verzichten lernen - Mitschnitt auf der Homepage der BAdW

Am 27. Juni 2023 fand an der BAdW der dritte Teil der Veranstaltungsreihe "Verzichten - müssen, können, lernen" statt. Prof. Dr. Astrid Müller (Psychologie, Medizinische Hochschule Hannover), Prof. Dr. Daniel Fischer (Consumer Communication and Sustainability, Wageningen University) und Klaus Schilling (UNESCO-Schulen, Bonn) diskutierten mit Prof. Dr. Annette Scheunpflug (Universität Bamberg / BAdW) die Fragen: Wie lässt sich ein individuell und gesellschaftlich verantwortungsvoller Umgang damit finden, der auch Verzicht mit einschließt? Was muss dafür gelernt werden? Und welche empirischen Befunde und Beispiele gibt es für diese Lernprozesse?

Der Mitschnitt der Veranstaltung steht auf der Homepgae der BAdW zur Verfügung.  

Verzichten können - Mitschnitt in der Mediathek der BAdW

Am 16. Mai 2023 fand an der BAdW der zweite Teil der Veranstaltungsreihe "Verzichten - müssen, können, lernen" statt. Elena Schirnding de Almeida (Urban Design, TU München) und Doris Kleilein (Architektin und Autorin) diskutierten mit Prof. Dr. Astrid Séville (TU München / BAdW) was es bedeutet, in einer Stadt oder auf dem Land zu verzichten und welche Herausforderungen sich heute für Planerinnen, Gestalter, Architektinnen, aber eben auch für Bürgerinnen und Bürger stellen. 

Der Mitschnitt der Veranstaltung steht in der Mediathek der BAdW zur Verfügung.  

 

 

Auszeichnung für Ulrich Konrad

Akademiemitglied Ulrich Konrad wurde mit dem Goldenen Mozart-Ring der Mozart-Gemeinde Wien ausgezeichnet.

Am 29. April wurde Musikwissenschaftler Ulrich Konrad von der Mozartgemeinde Wien mit dem Mozartring ausgezeichnet. Ulrich Konad ist ein ausgewiesener Mozart-Experte und engagiert sich als Vorsitzender des Kuratoriums für das Würzburger Mozartfest. Anlässlich der Verleihung hielt der Preisträger einen Vortrag zum Thema "Musiker ohne Amt und Würden. Mozarts Anfänge in Wien 1781". 

Ulrich Konrad lehrt und forscht als Professor für Musikwissenschaft an der Universität Würzburg. Seit 2007 ist er ordentliches Mitglied der BAdW, wo er das Forschungsprojekt "Robert Schumanns Poetische Welt (RSPW). Drama - Oratorium - Vokalsinfonik - literarisches Werk. Historisch-kritische Hybrid-Edition" leitet.

Der Goldene Mozart-Ring wurde 1995 von einer privaten Stifterin gestiftet und der Mozartgemeinde Wien übergeben. Er wird alle fünf Jahre an Künstlerinnen und Künstler oder Persönlichkeiten des kulturellen Lebens verliehen, die sich um das Werk Mozarts und seine Interpretation verdient gemacht haben.

Podcast mit Ulrich Konrad: "Musik ist für mich eine lebenslange Mitte"