Sprache in Zeiten des Krieges: Rhetorik, Propaganda und Dissens in Russland
18:00 Uhr | Schelling-Forum, Klinikstraße 3, 97070 Würzburg
Kriege werden nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Worten geführt. Sprache ist ein zentrales Mittel, um die eigene Bevölkerung zu mobilisieren, Feindbilder zu konstruieren und das militärische Vorgehen im eigenen Land und auf internationalem Parkett zu legitimieren.
Seit Februar 2022 führt Russland seinen Krieg gegen die Ukraine. Dieser wird mit modernsten Angriffswaffen, aber auch über Fernsehgeräte, Radios und soziale Medien, über Literatur und Unterrichtsmaterialien ausgetragen. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Veranstaltung der Kommunikation in und von Russland.
Wie hat Wladimir Putin den Krieg gegen die Ukraine rhetorisch vorbereitet und gegenüber der russischen Bevölkerung begründet? Welchen Argumentationen und Strategien bedient sich der russische Staat, um sein militärisches Vorgehen zu rechtfertigen? Welche Spielräume für Widerspruch und Ablehnung bleiben unter Putins Regime? Welche Rolle spielt dabei die Kinder- und Jugendliteratur?
Über diese und weitere Fragen spricht die SZ-Redakteurin Sonja Zekri mit Svetlana Efimova, Riccardo Nicolosi und Sylvia Sasse – sehr gerne auch mit Ihnen!
Podiumsteilnehmende
Jun.-Prof. Dr. Svetlana Efimova hat eine Juniorprofessur für Slavische Literaturwissenschaft und Medien an der LMU München. Seit März 2024 ist sie Mitglied des Jungen Kollegs der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Dort erforscht sie die Ästhetik und Politik in zeitgenössischen Kinderbilderbüchern Osteuropas.
Prof. Dr. Riccardo Nicolosi ist Lehrstuhlinhaber für Slavische Philologie an der LMU München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der russischen Literatur und Kultur ab dem 18. Jahrhundert. Jüngst erschien sein Buch „Putins Kriegsrhetorik“ im Wallstein Verlag.
Prof. Dr. Sylvia Sasse ist Lehrstuhlinhaberin für Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und ist Mitbegründerin des Zentrums Künste und Kulturtheorie (ZKK). Kürzlich veröffentlichte sie das Buch „Verkehrungen ins Gegenteil. Über Subversion als Machttechnik“ bei diaphanes.
Moderation
Sonja Zekri ist seit 2001 als Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung tätig. Von 2015 bis 2020 war sie Co-Leiterin des Feuilletons. Sie arbeitete als Korrespondentin in Moskau und Kairo. Im Jahr 2023 wurde sie mit dem Otto-Brenner-Preis ausgezeichnet.
Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung über das Anmeldeportal an. Bei Nachfragen können Sie sich gerne an die Emailadresse schelling-forum(at)badw.de wenden. Wir freuen uns sehr darauf, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.